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Der lange Weg der Jeans - Südwind Workshoptage

Anlässlich der Fairen Wochen NÖ nahmen die 3. und 4. Klassen der Volksschule Schwechat an 9 Südwind-Workshops mit dem Titel „Der lange Weg der Jeans“ teil. Die Workshoptage fanden in Kooperation mit der Klimabündnis- und FAIRTRADE-Gemeinde Schwechat statt.

Gemeinsam mit den Südwind-Referent:innen Andreas Müller, Ulrike Dziurzynski, Lena Dege-Barron und Maja Haider begaben sich die Schüler:innen auf die Spur der Herkunft ihrer Kleidung und untersuchten die Produktionsbedingungen, unter denen Textilien weltweit hergestellt werden. Im Fokus des Workshops stand der unsichtbare Weg, den Kleidungsstücke wie Jeans zurücklegen, bevor sie in unseren Geschäften landen, sowie die Frage: „Was hat Kleidung eigentlich mit Gerechtigkeit zu tun?“ Der Anbau der Baumwolle wurde ebenso besprochen wie die Verarbeitung und Entsorgung unserer Kleidung. Lange Arbeitsstunden, ungerechte Entlohnung und der Einsatz von gefährlichen Stoffen und Pestiziden sind nur einige der beschwerlichen Umstände bei der Produktion unserer Kleidung.

Die Zahl der erzeugten Kleidungsstücke in den letzten 15 Jahren hat sich verdoppelt. 10% der weltweiten Treibhausgasemissionen entstehen bei der Herstellung von Kleidung und Schuhen. In Österreich fallen jährlich 115.000 Tonnen Alttextilien an, wobei mehr als die Hälfte weggeworfen wird. Textilien, die nicht im Restmüll landen, werden häufig ins Ausland exportiert. Ein Teil davon stammte aus Kleiderspenden. Wo die gespendeten Altkleider landen, hängt vom Zustand ab. In Sortierzentren in Osteuropa oder Italien werden hochwertige Stücke aussortiert, der Rest wandert weiter nach Asien oder Afrika. Diese Kleiderspenden sind dann oft nur mehr von geringer Qualität und werden auf Deponien entsorgt, landen in der Natur oder im Meer.

Aber was können wir tun? Die Schüler:innen der Volksschule praktizieren bereits ressourcenschonende Ansätze: sie schenken beispielsweise Kleidung an Geschwister und Verwandte weiter. „Das nachhaltigste Kleidungsstück ist jenes, das bereits existiert“, betont Südwind. Generell gilt es die Lebensdauer unserer Kleidung zu verlängern – sei es durch Weitergeben, Reparieren oder Recycling. Südwind fordert, dass Textilproduzent:innen und Konzerne in die Verantwortung genommen werden müssen.